Die Liebe zu Schafen
Schon als junges Schaf fühlte sich das Schwarze Schaf anders als die anderen Schafe.
Die Weissen Schafe verspotteten es,
lachten es aus,
traten es in den Hintern,
stiessen es herum
und straften es dann wieder mit völliger Missachtung.
Eines Tages verboten ihm die Weissen Schafe sogar auf der roten Weide zu spielen,
auf der sie bisher alle zusammen lebten,
und verstiessen es mit einem Arschtritt aus ihrem Kreis
hinein in die weisse, ewige, leere Weide.
Im Kontrast wirkte das Schwarze Schaf dort noch viel schwärzer.
Es wurde traurig, ob der Bosheit, die in den Augen der Weissen flackerte.
Sahen diese denn nicht, dass es in seinem Herzen genauso weiss war wie sie?
Oder waren die Weissen im Herzen gar nicht so weiss wie das Schwarze glaubte?
Es weinte und weinte.
Aber irgendwann hatte es keine einzige Träne mehr übrig
und so begann es die weisse Welt zu erkunden.
Und so entdeckte es die Schönheit aller Farben vereint im Weiss.
Mit der Zeit vergass das Schwarze Schaf die kleine, rote, unbedeutende Weide.
In der grossen, weiten, weissen Welt hatte es die Freiheit gefunden,
dahin zu gehen,
wo es wollte.
Es traf auf viele Weisse, Schwarze, Graue, Rote, Blaue,
ja sogar auf Orange-Grüne Schafe!
Die meisten akzeptierten das Schwarze Schaf einfach so, wie es war.
Das Schaf lernte viele gleichgesinnte Schafe kennen
und einige wenige auch lieben.
Nur manchmal dachte das Schwarze Schaf wehmütig an die schöne, rote Weide zurück,
und wünschte den dortigen Weissen Schafen,
dass sie eines Tages doch noch zu Weisen Schafen würden.
Eines Abends legte es sich hin auf einem weissen Hügel
mitten in der grossen, weiten, weissen Weide
und schlief ein -
ein glücklicher Schwarzer Punkt im weissen Horizont.
Statistiken lügen nie:
Wussten Sie übrigens, dass in 42,7% aller Weissen Schafe ein Wolf steckt? Wussten Sie, dass sogar in 99,9% aller Weissen Schafe ein Schwarzes Schaf steckt und umgekehrt? Wussten Sie, dass 75% der Weissen Schafe in 51% der Fälle rotes Gras bevorzugen, während es sich bei den Schwarzen genau umgekehrt verhält? Ungeheuerlich, nicht wahr? Das muss ein Ende haben! Die Schafsquälerei muss ein Ende haben! Määääääh!
Testimonial:
Im Augenblick: Herr Egon, was habe Sie als Mensch aber auch als bekannter Schafsexperte für eine Meinung zu der Farbthematik bei Schafen?
Walter Egon: Meine Liebe gilt allen Schafen - in allen grauabstufungen und allen Farben. Und ich sehe keinen Grund wieso dies nicht ebenso für alle anderen Menschen gelten soll.
Im Augenblick: Herr Egon wir danken Ihnen für Ihre differenzierte Stellungnahme!
Walter Egon: Gern geschehen! Ich stehe jederzeit zur Verfügung!

6 Kommentare:
Das Schaf wurde schwarz, weil es etwas getan hat, dass die weissen Schafe nicht mögen, nicht weil es von Natur aus schwarz war.
Das ist der kleine Unterschied.
@mousseman: aha! das heisst also, dass schwarze schaf war früher weiss? und die weissen schafe können auch mal schwarz werden? und dann schmeissen sich die weissen schafe gegenseitig raus? die spinnen, die schafe.
Ich stimme Mousseman zu; das schwarze Schaf muss nicht auf Grund seiner Fellfarbe raus. Im Übrigen langweilt der Text. Er ist ein Produkt der üblichen Anti-Rassismus-Hysterie, die sofort wieder aufflackert, wenn jemand gewalttätige Ausländer nicht mit Samthandschuhen anfassen möchte.
Lieber Pascal
Aprops Langeweile: Du warst ja nicht gezwungen den Text zu lesen.
Gruss Walter Egon
Lieber Walter Egon
Apropos Zwang: Die schwarzen Schafe werden auch nicht gezwungen das Land zu verlassen, wenn sie sich an die hiesigen Regeln halten.
Gruss Pascal
das finde ich eine sehr schöne geschichte und ich finde es gut wie diser mensch denkt
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